animation summer 2013Animation Summer 2012

In Kooperation mit der FH St. Pölten fand von 6. bis 12. Juli 2012 zum ersten Mal, die „Tricky Women Summer Academy“ Animation Summer statt.

Das Konzept, in Österreich eine international besetzte Fortbildung für Trickfilm zu etablieren, um künstlerische Praxis und kreative Prozesse des Animationsfilmschaffens auf hohem Niveau zu triggern, ging dabei voll auf: Es wurde fieberhaft an Storyboards gearbeitet; es wurden die letzten Geheimnisse der Maya 3D Animation gelüftet; es wurden Filme hergestellt ohne Kameras zu benützen; es wurde „der einzigartige Moment“ in Mikro-Erzählungen durch 2D Animation visualisiert; und im Stop-Motion-Workshop wurde rund ums Thema „Schulden machen“ visuell kommentiert, was das Zeug hielt.

Die mehrtägigen Workshops wurden von kompetenten Expertinnen aus England, Deutschland und Österreich geleitet. An den Workshops nahmen 55 Personen aus 6 Nationen teil.

Das Pilotprojekt ist mehr als gelungen und wird 2013 fortgesetzt! In Zukunft soll auch theoretischer Reflexion und Diskussionen rund ums Thema mehr Raum gegeben werden.

Zur Eröffnung im Club 3 des Partnerkinos „Cinema Paradiso“ am St. Pöltener Rathausplatz richteten VertreterInnen des Gemeinderates und der Landesregierung, sowie des Sponsors „Adobe“ Grußworte ans Publikum. Hannes Raffaseder, Vizerektor der FH St Pölten und Alois Frotschnig, Studiengangsleiter Medientechnik hießen die angereisten TeilnehmerInnen willkommen und zeigten sich erfreut über das neue Bildungsangebot an ihrer Universität. Vor allem aber kamen nach den Tricky Women Direktorinnen die Lehrgangsleiterinnen zu Wort, die ihre Arbeit vorstellten und kurze Filmsequenzen vorführten.

(Katrin Rothe)

Die renommierte Filmemacherin Katrin Rothe vermittelte ihr profundes Wissen über kreative Kommentare zu politischen Ereignissen ebenso, wie technisches Know-How zur Stop-Motion-Technik. Thematisch ging es – hoch aktuell! – unter dem Motto „Die Taube auf dem Dach oder der Spatz in der Hand?“ um die Schuldenkrise.

Figuren animieren am Maya-Computerprogramm

(Carla Heinzel)

Die an der Filmakademie Baden-Württemberg ausgebildete und an mehreren europäischen Hochschulen geschätzte Expertin Carla Heinzel vermittelte an fünf Tagen Technik und Kniffe zur 3D Character-Animation, mittels Maya-Software. Der ganze Prozess, vom Konzept der Figur, Vorbe-reitung der Figur für die Computer-Animation und Durchführung der 3D-Belebung bis zur Bildkom-position wurde in allen Einzelheiten erprobt.

(Prof.in Beate Ehrmann)

Das Schreiben für Trickfilm folgt eigenen Regeln, die über das normale Drehbuchschreiben hinaus gehen. Beate Ehrmann, Autorin, Dramaturgin, Theater-Regisseurin und Drehbuch-Beraterin, ging von einer Drehbuchanalyse aus, um zu zeigen, wie sich die vielen Möglichkeiten der Animation schon im Drehbuch breit machen dürfen.

Feine Scherenarbeit bei „Cutting Edges“

(Barbara Musil)

Postkarten, gemusterte Textilien, Zeitungen und Fotos sind sprudelnde Quellen für die 2D Ani-mation mit After Effects Software. Bei der Künstlerin & Filmemacherin Barbara Musil, Tricky Women Jury-Mitglied 2010, entstanden daraus Mini-Movies, die außergewöhnliche Momente im Leben der Teilnehmenden durch die Bewegung im Bild sichtbar machten.

(Lizzy Hobbs)

Auf Found-Vintage-Material von 16mm-Filmstreifen zeichneten, ritzten, markierten und schnipselten die Teilnehmenden dieses Workshops kurze Filmsequenzen in die vorhandenen bewegten Bildgeschichten und kreierten so mit der britischen Filmemacherin Lizzy Hobbs, einer ehemaligen Tricky Women Preisträgerin (2008) neue, zauberhafte Bildfolgen.