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Ein Klappbuch voller Erinnerungen wird lebendig und entfaltet seine visuelle Pracht. Eine Elefantenfamilie nistet sich im tristen Einfamilienhaus ein. Ganz gewöhnliche Nudeln beginnen unerwartet zu singen und zu tanzen. Es ist wieder so weit: Fünf Tage lang präsentiert Tricky Women 2009 die neuesten (Un)Möglichkeiten aktueller Animationsfilme von Frauen.  

Anders als der Realfilm pfeift der Trickfilm auf Naturgesetze und Logik – alles was zählt ist die Phantasie und das künstlerische und technische Know-How der Filmerinnen.   

Die Bandbreite der präsentierten Filme reicht vom klassischen Zeichentrick mit Stift und Papier über Puppentrick, Legetrick und Collagentechnik bis hin zu moderner digitaler Animation. Was so entsteht, zeigt Tricky Women 2009: mitreißende, lustige, spannende, aber auch traurige und nachdenkliche Geschichten. Die Palette umfasst abstrakte Formenspiele ebenso wie witzige Alltagsstorys, schwungvolle Musikvideos aber auch düstere Zukunftsvisionen. In beeindruckenden Bildern und aus mitunter ungewöhnlichen Perspektiven widmen sich viele Filme gesellschaftlichen oder ökologischen Fragestellungen.

Und auch 2009 stellt sich eine Frage ganz besonders: Welcher der Wettbewerbsfilme wird einen der begehrten Preise gewinnen? In fünf Programmen konkurrieren 56 ausgewählte Arbeiten um die Gunst des Publikums und der hochkarätig besetzen Jury.

Das Tribute 2009 gilt der Pionierin des Trickfilms – Mary Ellen Bute, die bereits in den 1930er Jahren mit ihren filmischen Experimenten, Sound zu visualisieren, für Furore sorgte.

Mit Nina Paley und Vera Neubauer stehen auch zwei Persönlichkeiten der aktuellen Trickfilmszene im Fokus von Tricky Women 2009.

Fünf Jahre lang bastelte die New Yorker Comicautorin Nina Paley am heimischen PC an ihrem ersten Spielfilm „Sita Sings the Blues“. Die selbstironische Geschichte um Liebe und Enttäuschung erregt gerade weltweites Aufsehen und räumt einen wichtigen Trickfilmpreis nach dem anderen ab. Nina Paley stellt „Sita Sings the Blues“ persönlich in Wien vor.

Wie jedes Jahr ist auch das Thema Ausbildung bei Tricky Women präsent. Dass der trickfilmtechnische Nachwuchs einiges zu bieten hat, beweisen die phantasievollen, visuell sehr überzeugenden Arbeiten junger Filmstudentinnen, die in drei Filmschulprogrammen bestaunt werden können (Supinfocom Arles, Studio Shar Moskau, Filmschulen Worldwide).  

Zum 6. Mal bringt Tricky Women nun schon Pixel, Knetfiguren und Co auf Wiener Kinoleinwände – und präsentiert dabei auch Neuerungen. Erstmals findet die Eröffnung im besonderen Ambiente des Gartenbaukinos statt. Außerdem zieht das internationale Forum „Connecting Animation“, das über Trends und Entwicklungen der Trickfilmbranche informiert, ins Filmmuseum.

Wir freuen uns auf fünf aufregende Animationsfilmtage, viele neugierige BesucherInnen, spannende Gäste und interessante Begegnungen.