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Internationale Gäste
Tricky Women 2010 das hieß nicht nur 181 neueste Animationsfilme von Frauen aus der ganzen Welt, insgesamt 17 Programme, spannende Vorträge und Diskussionen bei „Connecting Animation“, Workshops und Partys sondern vor allem auch viele spannende Filmemacherinnen. Was wäre ein Filmfestival ohne die Möglichkeit die Frauen hinter den Werken kennenzulernen? Genau dazu bot Tricky Women 2010 auch reichlich Gelegenheit!
Neben Gästen aus Weißrussland, Großbritannien, Ungarn, den USA, den Niederlanden, Bulgarien oder Portugal zog vor allem die New Yorker Animationsfilmkünstlerin Signe Baumane das Festivalpublikum in ihren Bann. Mit viel Charme und noch mehr trockenen Humor präsentierte sie, im Rahmen des ihr gewidmeten Best-of-Programms, eine Auswahl ihrer Arbeiten und versorgte die ZuseherInnen mit interessanten und amüsanten Details zu ihren Werken. Ihre unkonventionellen, unverschämt-lustigen und zugleich tiefgründigen Animationen begeisterten nicht nur die Wiener KinozuschauerInnen, sondern auch die Jury, die ihren Wettbewerbsbeitrag „Birth“ mit dem Tricky Women Preis der Stadt Wien auszeichnete. Das Wiener Animationsfilmfestival legt als beliebter Treffpunkt der inter- und nationalen Trickfilmszene viel Wert auf gegenseitigen Austausch und Vernetzung. Ausreichend Gelegenheit hierzu bietet nicht nur die gemütliche Kino/Bar Atmosphäre der bewährten Festivalorte Top Kino und Schikaneder, sondern auch die moderierten Künstlerinnengespräche, die unter dem Motto „Meet the Artists“ heuer zum zweiten Mal jeweils Samstag- und Sonntagvormittag im Top Kino stattfanden.

Eröffnung
Wie bereits im vergangenen Jahr startete Tricky Women 2010 auch heuer fulminant mit einer großen Eröffnung im Gartenbaukino. Vor vollbesetztem Kinosaal stimmten ausgewählte Highlights aus dem Festivalprogramm auf fünf ereignisreiche Festivaltage ein. Durch den Abend führte die TV Moderatorin und Schauspielerin Miriam Hie. Hinter den Plattentellern begeisterte im Anschluss DJane Sweet Susie im Gartenbaukinofoyer das Festivalpublikum.

Connecting Animation
Wer mehr über die aktuellen Entwicklungen und Perspektiven der österreichischen und internationalen Trickfilmbranche erfahren wollte, war am Freitag im Wiener Filmmuseum genau richtig. Dort fand in Kooperation mit dem Filmfonds Wien, bereits zum vierten Mal, das internationale Forum „Connecting Animation“ statt, das auch heuer mit interessanten Lectures und Diskussionen viel Wissenswertes rund ums Thema Animationsfilm lieferte. Im Focus standen dieses Jahr: Internationale Ausbildungskonzepte, Erfolgsmodelle im Bereich Filmförderung und Werbung, sowie die Situation der heimischen Games- und Animationsfilmbranche.

Festivalprogramm
In insgesamt 17 Programmen unterstrich das Festival einmal mehr die erstaunliche Themen- und Stilvielfalt des zeitgenössischen Animationsfilms. Neben wechselnden kuratierten Programmen gehören der internationale Wettbewerb, das Österreich-Panorama, sowie die Filmschulprogramme zu den Fixpunkten eines jeden Tricky Women Festivals. Diese Palette ergänzte heuer erstmals ein Programm mit dokumentarischen Animationsfilmen. Begeistert von der starken Ausdruckskraft hat dieses Genres künftig jedes Jahr einen festen Platz bei Tricky Women. Mit dem U19 Programm präsentierte Tricky Women außerdem erstmals, in Kooperation mit der Ars Electronica, die Arbeiten ganz junger kreativer Filmemacherinnen und bewies, dass vom heimischen Nachwuchs künftig wohl noch einiges zu erwarten ist. Einblick in die Entstehung eines Animationsfilms erhielten TrickfilmeinsteigerInnen in zwei Workshops die während des Festivals, in Zusammenarbeit mit dem Kindermuseum ZOOM, stattfanden.

Preisverleihung
Spannend wurde es am Sonntagabend bei der Preisverleihung im Top Kino. Für wen hatte sich die Jury entschieden – wer durfte die Tricky Women 2010 Preise mit nach Hause nehmen?
Die Entscheidung ist der, mit Julie Roy (CA, Produzentin National Film Board of Canada), Jayne Pilling (GB, Direktorin der British Animation Awards, Kuratorin und Autorin) und Barbara Musil (AT, Künstlerin und Dozentin) hochkarätig besetzen Jury, sicherlich nicht allzu leicht gefallen. In fünf Wettbewerbsprogrammen konkurrierten insgesamt 38 Arbeiten um die Gunst der Jury. Zur großen Überraschung und Freude der Preisträgerin selbst konnte Signe Baumane den mit 4.000 Euro dotieren Tricky Women Preis der Stadt Wien entgegennehmen. Das dreimonatige Arbeitsstipendium des „Artist in Residence“ Programms im quartier21/MQ erhielt die niederländische Künstlerin Linde Faas für „Volgens De Vogels / According To Birds” (NL 2008). Den Synchro Film&Video-Sachpreis im Wert von 1500 Euro gewinnen Stéphanie Lansaque und François Leroy für „Mei Ling“ (FR 2009). Für den Film „Les Escargots de Joseph / Joseph’s Snails“ (FR 2009) von Sophie Roze vergab die Jury eine spezielle Erwähnung.
Den mit 500 Euro dotierten Preis für einen österreichischen Animationsfilm gestiftet von Hubert Sielecki erhält Veronika Schubert für „Tintenkiller” (AT 2009). Auch das Publikum war gefragt, schließlich galt es den Tricky Women Publikumspreis, eine Akkreditierung für Tricky Women 2011, zu vergeben. Die Entscheidung der ZuschauerInnen fiel auf den animierten Dokumentarfilm „Tying Your Own Shoes” (CA 2009) von Shira Avni.

Best-of-Tricky-Women-2010 und Ausblick
Die Highlights von Tricky Women 2010 verpasst? Kein Problem – zum wieder und neu entdecken gibt’s ab Sommer 2010 die neue Best-of-Tricky-Women-DVD mit allen Schmankerln und Preisträgerinnenfilme des diesjährigen Festivals. Außerdem bieten zahlreiche Veranstaltungen das ganze Jahr über Gelegenheit Filme aus dem umfangreichen Tricky Women Archiv zu sehen. Ansonsten gilt: nach dem Festival ist vor dem Festival – wir freuen uns jetzt schon auf viele spannenden Einreichungen aus der ganzen Welt und ein Wiedersehen zum zehnjährigen Tricky Women Jubiläum im März 2011.